19. June 2013

Hardware-Durchblick – Teil 1 (Grafikkarte)

Heute möchte ich mit einer Serie starten, in der wir uns mit häufig gestellten Hardwarefragen beschäftigen. In unserer heutigen Zeit werden PCs immer komplexer und es fehlt oft an dem nötigen Wissen, wenn man neue Komponenten für den PC beschafft. Somit kann Frust auftreten, wenn wir z.B. die falsche Grafikkarte erworben haben und das Spielen aufgrund mangelnder Leistung ruckelt.

Deswegen sollten wir vor dem Kauf erst einmal unser Budget eingrenzen. Wie viel Geld bin ich bereit auszugeben, und wie viel Grafikleistung benötige ich? Letzteres hängt von euren Vorlieben und der Monitorauflösung ab. Spielt ihr nur ältere oder grafisch weniger aufwändige Titel, reicht eine Grafikkarte im 100 €-Bereich.

Sind eure Ansprüche höher, müsst ihr logischerweise tiefer in die Tasche greifen. Gute Allrounder, die genügend Leistung für höhere Auflösungen bieten (etwa 1920 x 1080 Pixel), sind bereits ab 200 € zu haben. Haltet euch bei eurer Wahl am besten immer an aktuelle Einkaufsführer und Testberichte, damit nichts schief gehen kann.

Wollt ihr auf Nummer sicher gehen, und für den längst möglichen Zeitraum hochauflösend mit denselben Komponenten spielen, solltet ihr überlegen, ob ihr nicht gleich zwei Grafikkarten verbaut und sie im SLI- oder Crossfire-Betrieb einsetzt. Allerdings verdoppelt dies den Kaufpreis. Habt ihr weniger Geld zur Verfügung, müsst ihr eben öfter eine neue Grafikkarte kaufen. Wenn ihr immer auf dem aktuellen Spielestand sein wollt, dann empfehle ich euch, das wenigstens ein mal im Jahr zu tun.

Derzeit sind 1024 MB Video-RAM bei Grafikkarten Standard und reichen völlig aus, um aktuelle Spiele zu spielen. Karten mit mehr Speicher lohnen sich nur bei extrem hohen Auflösungen (z. B. 2560 x 1600 Pixel). Wollt ihr beispielsweise mit 2 oder mehr Monitoren spielen, sind diese Modelle erste Wahl.

Damit kein Frust auftritt, solltet ihr zudem überprüfen, ob euer vorhandenes Netzteil im PC für ausreichend Leistung sorgt. Tut es das nicht, kann es passieren, dass nach dem Einbau einer neuen Grafikkarte der Bildschirm schwarz bleibt. Für aktuelle DirectX-11 Karten in einem Standard-PC sollten 500 Watt ausreichen.

Für Oberklasse-Grafikkarten sollten es schon mindestens 750 Watt sein. Spart bei dem Kauf eines Netzteils nicht und wählt Markenhersteller aus. Die Angaben auf Billig-Netzteilen sind immer sehr „optimistisch“. Falls ihr vorhabt, später noch zusätzliche Festplatten, o. ä. Einzubauen, kalkuliert mit der Leistung nicht zu knapp. Dann seid ihr auf der sicheren Seite.    

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